Die Abseitsregel im Fußball einfach erklärt
Abseits verstehen ist einfacher als Sie denken. Wir erklären die Regel, die häufigsten Missverständnisse und wie VAR sie verändert hat.
Die Abseitsregel gilt als eine der am häufigsten missverstandenen Regeln im Fußball — dabei ist das Grundprinzip ganz einfach.
Ein Spieler befindet sich im Abseits, wenn er, in der gegnerischen Hälfte, mit einem Körperteil, mit dem er den Ball berühren darf, näher an der gegnerischen Torlinie ist als sowohl der Ball als auch der vorletzte Abwehrspieler — im Moment, in dem der Ball gespielt wird.
Wichtig zu verstehen: Abseits ist nur strafbar, wenn der Spieler aktiv am Spiel beteiligt ist — also den Ball berührt, einen Gegner beeinflusst oder Vorteile aus seiner Position zieht.
Häufige Missverständnisse: Der Torhüter zählt als Feldspieler. Das bedeutet: Bei einem Torwart plus einem weiteren Verteidiger auf der Linie kann ein Stürmer abseits sein, obwohl er hinter jemandem steht. Außerdem: Die Position im Moment des Passes zählt — nicht die Position beim Ballempfang.
VAR hat die Abseitsregel präziser, aber auch kontroverser gemacht. Millimeterentscheidungen werden mit Kameras überprüft. Strittig ist, wie der Körper exakt vermessen wird — selbst eine herausstehende Schulter kann entscheidend sein.
Die neue Semi-automatische Abseitserkennungstechnologie (SAOT), erstmals bei der WM 2022 eingesetzt, verwendet 29 Körperpunkte und erstellt ein 3D-Modell für sekundengenaue Entscheidungen.
Sarah Whittaker is a Premier League correspondent and data analyst specializing in tactical and statistical analysis.